Warum Altenpflege so beliebt ist / eine Studie

Weit verbreitet ist die Vorstellung, dass die meisten Altenpfleger/innen nach kurzer Zeit ihren Beruf verlassen. Dies trifft jedoch nicht zu. Eine groß angelegte Studie hat gezeigt: Viele Altenpflegerinnen und Altenpfleger weisen eine hohe berufliche Bindung auf.

Diese Bindung spiegelt sich oft in langen Berufsverläufen wider und auch darin, dass viele nach Unterbrechungen in den Beruf zurückkehren. Diese Erkenntnisse sind Ergebnisse eines Forschungsprojekts „Berufsverläufe von Altenpflegerinnen und Altenpflegern“, das 2009 vom Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK) an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main durchgeführt und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert wurde.

Link zur Studie: www.iwak-frankfurt.de

Die Berufsverläufe von Altenpflegerinnen und Altenpflegern, die vor 25 bis 29 Jahren in den Beruf eingestiegen sind, erstrecken sich zum Zeitpunkt der Befragung in Durchschnitt auf über 19 Jahre. Ähnliche Trends zeigen sich bei denen, deren Ausbildung noch nicht so lange zurück liegt. Innerhalb der Gesamtzeit gibt es zwar einen hohen Anteil an Unterbrechungszeiten, diese führen aber überwiegend nicht zum Berufsausstieg. Dabei verhalten sich Frauen und Männer durchaus etwa gleich.

Für die starke Berufsbindung sind zwei Faktoren wichtig: Zum einen identifizieren sich die Pflegefachkräfte in hohem Maße mit ihrem Beruf. Sie sehen in ihrem Beruf eine fachlich anspruchsvolle und gesellschaftlich wichtige Arbeit. Zum anderen ermöglichen flexible Arbeitszeitstrukturen oft eine hohe Passfähigkeit mit den vielfältigen Biografien.